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Schnakenabwehr

Eine der lästigeren Randerscheinungen beim Angeln…

ist die Stechmücke, welche oftmals fälschlicherweise als  Rheinschnake bezeichnet wird.  Gemeint ist hierbei nicht die Riesenschnake mit ihrem  ungelenken Flug,  welche höchstens nur noch zart besaiteten Kindern Angst und Schrecken einjagt (denn sie kann tatsächlich nicht stechen), sondern die gemeine (der Namen passt) Stechmücke, bei der vor allen Dingen das Weibchen schmerzhafte Stiche hinterlässt, um unser Blut zu saugen, mit dem sie wiederum ihren Nachwuchs füttert. Im Frühjahr kann es trotz Gegenmaßnahmen der zuständigen Behörden zu einem Massenaufkommen dieser lästigen Zeitgenossen kommen,  weshalb wir von Anglern und Spaziergängern immer wieder  nach effizienten  Mitteln der Vergrämung und Behandlung gefragt werden. Scheinbar ist mit den Mittelchen, welche in Apotheken ausgegeben werden, niemand so richtig glücklich. Deshalb gewähren wir hier einen kurzen Überblick über richtige Geheimwaffen („nein“… wir werden leider nicht gesponsert): Eines der besten Anti Mücken Sprays ist das Mittel CARE + (mit 50% Deet) welches es sowohl als Lotion als auch in Form eines Sprüh Fläschchens käuflich zu erwerben gibt. Das Mittelchen ist nicht ganz billig, aber hocheffizient und es existiert auch in einer Ausführung welche für Kinder verträglich ist. Der Geruch ist noch akzeptabel  und die Langzeitwirkung legendär.

Ein ebenfalls effektives und lang anhaltendes Mittel ist das schon eher bekannte ANTI-BRUMM FORTE in der typisch roten Flasche.  Dieses Mittel ist recht ordentlich und bezahlbar, allerdings scheiden sich beim Geruch die Geister.  Manche Anwender empfinden den Geruch als angenehm, während andere wiederum –wie die Stechmücken auch- Reißaus nehmen.

Eine weitere Möglichkeit der Vergrämung  bietet ein etwas plumpes, elektronisches Gerät mit dem Namen THERMACELL, welche man aus Militärbeständen kennt.  Dieses arbeitet nach dem Prinzip der „Neutralisierung“, d.h. das Insekt wird nicht vergrämt, sondern man neutralisiert seinen eigenen Geruch und irritiert das Weibchen noch zusätzlich mit einem Sexuallockstoff, welcher aus einer Gaspatrone aufsteigt und in Verbindung mit einem Vliesplättchen  (welches mit einer Chemikalie benetzt ist) einen für uns nicht wahrnehmbaren Geruchsfilm erzeugt, der sich nach ca. 25 Minuten auf der Kleidung und in unseren Poren festsetzt und uns somit für die Mücken „unsichtbar“ macht. Das THERMACELL ist sehr teuer (vor allen Dingen die Ersatzpatronen, „Refills“ genannt), aber bei richtiger Anwendung (Original Patrone richtig eindrehen und auf Temperatur warmlaufen lassen)  ist das Gerät hoch effizient.  Bei Wind funktioniert es nicht besonders gut, aber dann hat es meistens ja auch keine Schnaken.

In Verbindung mit den in manchen Gegenden recht verbreiteten ANTI MÜCKEN SPIRALEN von BRAECO kann man sich am Wasser nahezu unbelästigt bewegen. Diese Spiralen werden mit dem Feuerzeug angezündet und verbreiten einen etwas stechend riechenden Nebel, welcher Schnaken und Kriebelmücken vergrämt.  Gegen Bremsen (auch Dasselfliege genannt) helfen diese Spiralen leider kaum. Beim Kauf von Antimücken Spiralen sollte man darauf achten, dass diese nicht überlagert sind, weil sie ansonsten nur schlecht glimmen und immer wieder neu gezündet werden müssen. Nachteil dieser Spiralen ist der dauerhaft beißende Geruch,  die Brandgefahr (nicht verwenden bei lang anhaltender Trockenheit) und manche Angler klagen bei Anwendung vereinzelt über Kopfschmerzen und über einen sehr trockenen Rachenbereich, was zumeist als Ausrede dient, um so manche Flasche Bier zu entkapseln.

Gute Produkte welche nach dem Stich tatsächlich Linderung verschaffen, sind leider sehr dünn gesät und die meisten Medikamente sind tatsächlich nur Placebos oder verschleppen den Juckreiz bzw. verschaffen diese Salben neue Entzündungen, statt diese zu verhindern.  Ein sehr gutes Mittel welches nahezu sofortige Linderung verschafft, ist ein mit Teebaumöl und anderen Ingredienzien getränktes Tuch welches in Frankreich sehr verbreitet ist und auch hervorragend bei Brennnessel, Wespen oder Bienenstichen hilft. Diese nennt sich MOUSTIDOSE und ist über Online Händler erhältlich. Der einzige Nachteil dieser Feuchttücher, ist der sehr starke Eigengeruch und man sollte nicht mit den benetzten Fingern auf offene Wunden oder in die Augen greifen, ansonsten kann das sehr schmerzhaft werden und man bekommt eine Netzhaut die ausschaut, wie die eines Zombies.

Ebenfalls weit verbreitet sind sogenannte „Stichheiler“ von BITE AWAY, elektronische Handgeräte zur äußerlichen Behandlung von Insektenstichen und Stichen von Nesselquallen (wurden in unseren Gewässern –Gott sei Dank- bisher noch nicht gesichtet), welche mit konzentrierter Wärme das Gift zersetzen. Anwender empfehlen das Gerät durchaus weiter, benutzen dieses wohl aber doch nicht so oft, weil der Vorgang doch etwas schmerzhaft sein soll. Und da der Verfasser dieser Zeilen als besonders wehleidig gilt, hat er dieses Wundergerät selbst auch noch nicht ausprobiert.