Willkommen beim ASV Maximiliansau!

Wie angelt man im Willersinn?

Aufgrund der unterschiedlichen und vielfältigen Bodenstruktur gibt es kaum wirklich einen Anhaltspunkt um diese Frage schlüssig zu beantworten. Diese große Wasserfläche bietet nahezu jede Möglichkeit um sein  Hobby und die bevorzugte Angelart auszuüben. Das Angeln mit dem Feeder (Futterkorb) bringt nahezu über das ganze Jahr über Fische, bevorzugt kapitale Brassen. Die Karpfen sind –je nach Witterung- schon Mitte März aktiv und lassen sich mit der Grundmontage fangen. Im Willersinn ist jederzeit mit einem kapitalen Karpfen zu rechnen und es wurden schon Fische mit über 25 kg gefangen. Deshalb sollte man einen nicht zu dünnen Schnurdurchmesser (> 0,35mm) wählen. Das Angeln mit feineren Schnüren wäre fast schon fahrlässig, da diese auf den zahlreichen Muschelbänken wie Butter durchtrennt werden.

 

Der Willersinn ist ein natürliches Gewässer und man findet dementsprechend eine natürliche Ufervegetation vor und natürlich auch Bäume und Büsche, welche ins Wasser hineinragen. Immer wieder wird durch Hochwasser neues Gehölz eingebracht, verschoben und wieder abtransportiert. Das macht das Angeln spannend  und alles andere als vorhersehbar.

Anfänger kann dies allerdings  in ungeahnte Schwierigkeiten bringen, vor allen Dingen wenn es darum geht, einen Fisch anzulanden. Fakt ist, dass in solchen Fällen mangelndes anglerisches Geschick nicht durch teure Technik oder daumendicke Schnüre ausgeglichen werden kann. In Gehölz zu fischen ist immer mit einem gewissen Restrisiko verbunden. Wer es sich nicht zutraut, der sollte –auch zum Wohl des Fisches- außerhalb dieser Bereiche angeln.

Es ist dann auch nicht unbedingt ratsam, statt monofiler Schnüre geflochtene Schnüre zu verwenden. Denn geflochtene Schnüre haben den Nachteil, dass sich diese –sollte der Fisch ins Gehölz flüchten- einfach in die mit Wasser aufgesogenen Äste „hinein sägen“ und dort festsitzen bzw. sich keinen Zentimeter mehr bewegen lassen. Der Fisch geht dabei verloren und im schlimmsten Fall trägt er schwere Verletzungen im Bauch– und Kopfbereich davon, weil dieser sich auf engstem Raum die Schnüre ins Fleisch treibt.  (Bild von versehrtem Karpfen wird von mir nachgereicht)

In so einem Fall ist es dann manchmal besser, man verwendet dickere, monofile Schnüre (welche im Gehölz bei Astberührung zumeist abfedern und den Fisch zum Abdrehen provozieren) und man schaltet vor die geflochtene Schnur eine dicke Monofile Schlagschnur. Dies ist eine Rollenbestückung, welche gerne von erfahrenen Vereinsmitgliedern eingesetzt wird. Flüchtet der Fisch ins Unterholz, so hilft es im Drill die Rutenspitze ins Wasser zu halten (und unter den Bäumen hindurch zu drillen), statt die Rute hoch zu nehmen. Denn manche Bäume ragen nur auf die Wasseroberfläche und nicht ins Wasser hinein.

 

Karpfenangler sollten sich vernünftig verhalten und bei gleichzeitiger Nutzung des Gewässers mit  anderen Angelkollegen, auf das Auslegen von Schnüren über unverhältnismäßig große Entfernungen (im Fachjargon als „abspannen“ bezeichnet) verzichten. Als unverhältnismäßig wird generell empfunden, wenn ein oder zwei Angler mit deren Montagen nahezu ein Drittel der Wasserfläche einnehmen. So etwas wird früher oder später unweigerlich zu verbalen Auseinandersetzungen, Unruhe am Wasser und natürlich auch im Vereinsleben führen.

 

Je nach Luftdruck befinden sich im Willersinn viele Fische im Mittelwasser, was deren Befischung nicht gerade vereinfacht. Hier empfiehlt es sich mit einem Kahn nach den Fischschwärmen zu suchen oder mit der Kopfrute die Wasserschichten abzusuchen. Es ist an sich nicht oft der Fall, dass sich die Fische jeglicher Art weit draußen befinden, die besten Erfolge lassen sich zumeist direkt vor den Füßen erzielen, vorausgesetzt man verhält sich ruhig und defensiv. Das ist vor allen Dingen im Sommer der Fall, wenn Schleien, kapitale Karauschen und Karpfen einem nahezu bis vor die Füße schwimmen.

Am Willersinn herrscht manchmal starker Wind „der die Gischt an das Ufer drischt“. Wie man weiß, ist es fast immer ratsam, gegen den Wind zu angeln (Ausnahme: im Winter), da dieser das Futter bzw. warmes und sauerstoffreiches Wasser ans Ufer drückt. Nicht nur die Fische in der Pfalz lieben solche Stellen.

Posenangler macht dies in manchen Fällen schier verrückt und sie wissen nicht, wie sie diesen widrigen Bedingungen Herr werden.  Dabei ist die Lösung recht einfach: Man angelt mit einem großen, leicht überbleiten Waggler und lässt diesen dann immer wieder an der gleichen Stelle ans Ufer driften, do dass nur noch die Antenne herausragt. Die Köderaufnahme wird dann durch einen zumeist heftigen Hebebiss angezeigt und es kann zügig angeschlagen werden.

 

Wem diese Art der Angelei fremd ist, oder falls jemand sich generell gerne Angeltipps einholt, so empfehlen wir Ihnen unsere jährlich stattfindenden, gemeinsamen Angelwochenenden (Aushang beachten oder im Terminkalender unserer Website schauen), bei denen wir Karpfen, Waller oder Raubfisch Tage veranstalten (Fotos mit der Mannschaft, siehe Galerie) und gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Seien sie nicht sauer, wenn diese Termine manchmal kurzfristig abgesagt werden, denn es handelt sich um ungezwungene und private Events.

Fangbegrenzung: 3 Karpfen und 3 Schleien pro Tag.

Aufgrund der großen Wasserfläche und den vielen unterirdischen Grundwasserquellen und Zuläufen ist der Willersinn auch noch in den heißen Sommermonaten produktiv, da das Gewässer immer mit sauerstoffreichem und kühlem Wasser versorgt wird.

 

Zander und Barsche können außerhalb der Sommermonate extrem tief stehen und es wurden schon Fische in Wassertiefen von bis zu 13m gefangen. Karpfen halten sich zumeist in Wassertiefen von 2m bis 6,50m Wassertiefe auf, unabhängig der Witterung. Kapitale Barsche halten sich oftmals im Freiwasser oder direkt in der Nähe von „Hindernissen“ (versunkenem Astwerk, Büschen, Bäumen auf). Der gezielte Fang von Schleien ist etwas komplizierter, da man sich eventuell durch die zahlreich vorkommenden Brassen „hindurchangeln“ muss.