Willkommen beim ASV Maximiliansau!

Vereinschronik des ASV Maximiliansau e.V

Vereinschronik des ASV Maximiliansau e.V.

 

Es ist schwer, eine konkrete Aussage über die Gründung des Vereins zu treffen: Den eindeutigen Beweis für das Bestehen des ASV Maximiliansau liefert lediglich ein Vereinskassenbuch mit Eintragungen aus dem Jahr 1937. Hieraus geht u.a. hervor, dass Fritz Schmuck als Vorsitzender und der Friseur Karl Schimpf als Kassenwart fungierte. Namentlich sind folgende Mitglieder von damals noch bekannt:

 

Wilhelm Baumstark, Eugen Becker, Emil Becker, Hermann, Becker, Oskar Behr, W. Degitz, Karl Deutsch, August Dudenhöfer, Eich (Kandel), Fischer, Josef Frank, Georg Gehrlein, Goro (Kandel), Otto Hutzel, Ernst Hartmann, Hör (Kandel), Keppel (Kandel), Karl Klöffer, Eugen Leibold, Egon Linke, Mainzer, Johannes Mayer, Pfirrmann (Wörth), Franz Reiter, Hermann Schaaf, Julius Schaaf, Karl Schaaf, Ludwig Schaaf, Karl Schönau, Hans Teichert, Otto Ullemeier, Hans Werling, Wittmann, H. Zähnel.

 

Weitere Mitglieder vor dem 2. Weltkrieg sind nicht bekannt.

 

Als Vereinsgewässer standen der Rhein sowie als Pachtgewässer der Hafen Maximiliansau zur Verfügung. Bereits zur damaligen Zeit hatte der Verein schon viele nicht ortsansässige Mitglieder. Damals gehörte der ASV Maximiliansau -wie alle anderen Vereine auch- dem Verband Deutscher Sportfischer (VDSF) an.

Aufgrund des 2. Weltkriegs wurden die Vereinsaktivitäten sehr stark beeinträchtigt bzw. kamen teilweise vollkommen zum Erliegen. Einige Mitglieder sind bei den Kriegshandlungen ums Leben gekommen. Nach Ende des Krieges ergab sich eine völlig neue Situation:  Für viele Einwohner war nun die Angelfischerei notwendig, um sich und die Familien ernähren zu können. Dies führte jedoch dazu, dass die Angelfischerei (wie überall) von vielen unkontrolliert ausgeübt wurde. Ab 1946 wurde die Angelfischerei wieder den alten gesetzlichen Bestimmungen (Bayerisches Fischereigesetz) unterstellt.  Hieraus ergab sich zwangsläufig, dass die Aktivitäten im ASV Maximiliansau wieder aufgenommen werden mussten. Laut Kassenbuch zählte der Verein damals 161 Mitglieder. Vorsitzender war Josef Schank, 2. Vorsitzender Erich Becker. Kassier war Karl Schimpf sowie ab 1947 Erich Werling.

Die Neuwahlen im Jahr 1950 ergaben folgende Vorstandschaft: 1. Vorsitzender Wilhelm Schmitt, 2. Vorsitzender Eugen Becker, Kassier Hans Werling, Schriftführer Fritz Schaaf. Eine weitere notwendige Neuwahl im Jahr 1953 brachte folgende Besetzung: 1. Vorsitzender und Kassier Hans Werling, 2. Vorsitzender Eugen Becker, Schriftführer war Fritz Schaaf, Hilfskassier Hans Böhnlein, Beisitzer Karl Sent und Jabob Fußer. Gewässerwarte: Hans Teichert, Alois Feldmann, Otto Ullemeyer. In dieser Zeit wurde der Verein auch wieder in der Öffentlichkeit aktiv: Neben einer Vielzahl von geselligen Veranstaltungen wurde in dieser Zeit erstmals das jährliche Königsfischen am Pachtgewässer Hafen Maximiliansau durchgeführt. Diese mittlerweile traditionelle Veran-staltung erfreut sich bei den Mitgliedern auch heute noch größter Beliebtheit. Im Jahre 1953 wurde vom ASV Maximiliansau die Anpachtung der Gewässer Goldkehle und Minthe geplant. Hier kam es zu längeren Verhandlungen mit der Fischereibehörde. Trotz der Zustimmung der damaligen Berufsfischer Karl und Fritz Frank sowie Franz Reisch (Kronewirt) wurde dieses Vorhaben von der Fischereibehörde abgelehnt. Da dem ASV Maximiliansau für diese beiden Gewässer nur 80 Fischerei-Erlaubnisscheine zur Verfügung gestellt wurden, war nur einem Teil der Mitglieder das Fischen in diesen Gewässern möglich. Bis zum Jahre 1967 wurde die Anzahl der Erlaubnisscheine für diese Gewässer auf 270 Stück erhöht.

 

In der Generalversammlung am 27.1.1955 wurde der bisherige Vorstand größtenteils bestätigt. Lediglich das Amt des Schriftführers wurde mit Fritz Ritzmann neu besetzt. In einer gesonderten Versammlung befassten sich die Mitglieder am 29.10.1955 mit der Anpachtung der Kehle. Nach mehreren Gesprächen mit der Gemeinde konnte der ASV Maximiliansau dieses Gewässer erstmals am 1.4.1956 als Pachtgewässer übernehmen. Um hier die Angelfischerei überhaupt zu ermöglichen war es notwendig, die das Gewässer von übermäßig vorhandenen Wasserpflanzen, Unrat und Kriegsschutt zu säubern. Zu diesem Zwecke wurde erstmals in der Geschichte des Vereins ein freiwilliger Arbeitsdienst durch die Mitglieder verrichtet. Nach dem Kriege gehörte der ASV Maximiliansau zunächst dem Landesfischereiverband Pfalz in Kaiserslautern an. Da diese Organisation jedoch in erster Linie die Interessen der Berfus-fischer vertrat, schied der Verein (wie auch eine Vielzahl anderer Angelsportvereine in der Pfalz) im Jahre 1948 aus deisem Verband aus. Es folgte die Gründung der Interessengemein-schaft Pfälzer Angelsportvereine mit Sitz in Speyer. Aus dieser Interessengemeinsachft entstand am 9.12.1952 der Sportfischerverband Pfalz e.V., welchem unser Verein seit seiner Vereinsgründung angehört. Im Verbandsvorstand war unser Verein seit 1958 durch Erich Werling vertreten.

 

Mit der Vorstandswahl am 26.1.1963 fand eine Verjüngung in der Vorstandschaft statt. Als 1. Vorsitzender wurde Erich Werling und als 2. Vorsitzender Kalr Lachetta gewählt. Weiter folgten Hans Werling als Kassier, Fritz Ritzmann als Schriftführer, Hans Teichert sen.  Und jun., Willi Schneider, Hermann Kock als Beisitzer. Ferner Otto Gehrlein jun., Franz Reiter und Kurt Axtmann als Gewässerwarte und Kalr Weber als Hilfskassier. Bei dieser Wahl wurde Hans Werling für seine Verdienste einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt.

 

Schon damals machte es die Entwicklung der Umwelt und die dadurch negativ beeinflusste Fischwaid notwendig, Mitglieder zum Thema „Umweltschutz“ mit dem theoretischen Wissen intensiver zu schulen. In Vorbereitungslehrgängen hatten die Vereinsmitglieder die Möglichkeit, sich auf die freiwillige Sportfischerprüfung vorzubereiten. In den Jahren von 1963 bis 1966 haben mehr als 200 Mitglieder dieser Prüfung freiwillig absolviert. Mit Inkrafttreten des Landesfischereigesetzes von 1975 wurde die Sportfischerprüfung für jeden neuen Petrijünger zur Pflicht.

 

Im Jahre 1964 konnte der ASV Maximiliansau erstmals die Mitgliedszahl von 250 Personen überschreiten. Bei diesem Anstieg der Mitgliederzahlen war es nur zu verständlich, dass die zur Verfügung stehenden Pachtgewässer Hafen und Kehle nicht mehr ausreichten. Schon im Jahre 1948 hatte der ASV Hagenbach den Baggersee Willersinn im Goldgrund vom Forstamt gepachtet. In einer Vielzahl von mitunter auch schwierigen Verhandlungen wurde vereinbart, dass der Willersinn dem ASV Maximiliansau ab dem Jahre 1964 zur Mitbefischung durch unsere Mitglieder zur Verfügung stand.

 

Durch die Expansion des Vereins war es nun auch notwendig, dem Verein, der bisher nicht im Vereinsregister eingetragen war, eine Satzung zu geben. Diese wurde in der Generalversammlung am 3.1.1964 beschlossen und zur Eintragung an das Vereinsregister-gericht Landau weitergeleitet. Ab diesem Zeitpunkt führte der ASV Maximiliansau das Zeichen „e.V.“ (eingetragener Verein).

 

Ein weiterer Beschluß war die Einführung von Vierteljahresversammlungen. Diese fanden erst im „Alten Lamm“, später im „Neuen Lamm“ und heute im Bürgerhaus statt. Wegen weiter steigender Mitgliederzahlen war es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, die Jahreshauptversammlungen im „Alten Lamm“ durchzuführen. Seitdem findet diese Veranstaltung bis heute in der Tullahalle statt.

 

Bei der Generalversammlung vom 3.1.1965 wurden folgende Personen zu Ehrenmitgliedern des Vereins ernannt: Wilhelm Baumstark, Eugen Becker, Oskar Behr, Otto Hutzel, Alois Feldmann, Xaver Kantz, Franz Mayer, Franz Reiter, Hermann Schaaf, Josef Schank, Hans Teichert sen. und Max Wetzel.

 

Bei unveränderter Zusammensetzung der Vorstandschaft stieg die Mitgliederzahl des Vereins bis zum Jahre 1967 auf annähernd 400 Personen an. Ein stetiger Anstieg von ortsfremden Mitgliedern machte es deshalb erforderlich, den Anteil „auswärts“ wohnender Mitglieder auf max. 49% an der Gesamtmitgliederzahl zu beschränken. Dieser Anteil auswärtiger Mitglieder wurde jedoch bisher nie erreicht.

 

In der Generalversammlung am 7.1.1968 wurde der langjährige Schriftführer Fritz Ritzmann durch Holger Fischer abgelöst. Die restliche Vorstandschaft blieb unverändert.

 

Durch den frühen Tod des 2. Vorsitzenden Karl Lachetta war es notwendig, in einer  einberufenen Versammlung einen neuen 2. Vorsitzenden zu wählen. Einstimmig wurde unser Mitgleid Fritz Schaaf in dieses Amt berufen.

 

In der Jahreshauptversammlung am 3.1.1971 wurde der Schriftführer Volker Fischer durch Heinrich Skornia abgelöst.

 

Die zunehmende Mitgliederstärke des Vereins sowie aufkommende Probleme um den bereich der Angelfischerei machten es erforderlich, den verein im Verwaltungsbereich und in der Aufgabenverteilung innerhalb der Vorstandschaft neu zu organisieren. Den Posten des 2. Vor-sitzenden übernahm Bernhard Mertz. Zum Geschäftsführer (dieses Amt wurde neu „installiert“) wurde Gerhard Schatton gewählt. Der bisherige 2. Vorsitzende  Fritz Schaaf übernahm die Leitung der Jugendgruppe des Vereins. Fritz Schaaf nahm sich dieser Aufgabe an, da in dieser Zeit immer mehr Jugendliche ihr Hobby in der Angelfischerei fanden. Bereits damals war es notwendig, den Junganglern das nötige Rüstzeug zum waidgerechten Fischen zu vermitteln.

 

Ende 1975 konnte in Verhandlungen mit der Gemeinde der Pachtvertrag für die Kehle um weitere 12 Jahre verlängert werden. Wegen 5 Anliegern der Nordseite der Kehle wurde bedauerlicherweise die Befischung dieses Gewässerabschnitts für mehr als 250 Angler und alle Bürger unserer Gemeinde gesperrt.

 

Im Jahr 1978 übernahm der bisherige 1. Vorsitzende Erich Werling die Position des 1. Vorsitzenden des pfälzischen Sportfischerverbandes. Hierdurch war er leider gezwungen, das Amt des 1. Vorsitzenden beim ASV Maximiliansau niederzulegen. In der Generalversammlung am 8.1.1978 wurde Bernhard Mertz einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Das Amt des 2. Vorsitzenden übernahm Fritz Schaaf. Zu seinem Nachfolger als Jugendwart wurde Herbert Sinn gewählt. Der bisherige Schriftführer wurde durch Erich Stöckel abgelöst. Als Beisitzer wurden Karl Becker, Alexander Laubscher und Rudi Ulmer zu dem bisherigen Beisitzer Hermann Kock hinzugewählt. Erich Werling übernahm die Position des 1. Gewässerwarts. In der gleichen Versammlung wurde beschlossen , die Funktionen des Kassiers und des Geschäftsführers in die Tatigkeit des Geschäftsführers zusammenzuführen. Die Satzung des Vereins wurde dementsprechend geändert.

 

In der Generalversammlung am 13.1.1980 gab es wieder kleinere Veränderungen in der Zusammensetzung der Vorstandschaft: Karl-Heinz Schaaf übernahm das Amt des Schriftführers und in der Funktion des Geschäftsführers wurde Gerhard Schatton durch Thomas Reichling abgelöst.

 

Ab dem Jahr 1980 hatten sich die Pachtverhältnisse für das Gewässer Willersinn geändert. Der bisherige alleinige Pächter, der ASV Hagenbach wurde bei der Vergabe der Pacht vom Forstamt Kandel nicht mehr berücksichtigt. Somit war der ASV Maximiliansau erstmals alleiniger Pächter des Gewässers. Für unseren Verein war es jedoch selbstverständlich, die bestehende Partnerschaftsregelung für das Befischen dieses Gewässers bestehen zu lassen.

 

Mit der Jahreshauptversammlung am 10.1.1982fand ein Wechsel im Amt des 2. Vorsitzenden statt. Diese Aufgabe übernahm Gerhard Schatton.

 

Ab dem Jahr 1984 wurde mit der Wahl von Edgar Hasselwander als Leiter der Wettkampfgruppe der wettkampfsportlichen Seite des Vereins Rechnung getragen. Zu seinem Stellvertreter wurde Arnold Schmidt gewählt.

Bei den Neuwahlen am 12.1.1986 stand Gerhard Schatton nicht mehr als 2. Vorsitzender zur Verfügung. Unter Beibehaltung der alten Vorstandschaft wurde Siegfried Kehler in dieses Amt gewählt.

 

Seit Mitte der 80er Jahre wurde ein gesetzliches Verbot des Fischens mit lebendem Köderfisch diskutiert. Dieses wurde dann Anfang der 90er Jahre umgesetzt. Somit war es mit der herkömmlichen Methode nicht mehr möglich, Hecht, Zander und Barsch zu fangen. Um diese vorzüglichen Speisefische jedoch weiter fangen zu können, mussten sich alle Angler mit den Methoden des Fischens mit künstlichen Ködern vertraut machen.

 

In der Jahreshauptversammlung am 11.1.1987 wurde Bruno Quast als Nachfolger des bisherigen Schriftführers Fritz Grzescik gewählt.

 

Mit einer Festwoche vom 21.4. – 26.4.1987 in der Tullahalle feierte der ASV Maximiliansau sein 50jähriges Jubiläum. Neben dem obligatorischen Festbankett mit einer Vielzahl örtlicher Vereine und einer Tanzveranstaltung gab es auch über die Woche hinweg eine Ausstellung zur Entwicklung der Angelfischerei. Diese Ausstellung wurde von Einwohnern als auch von Schulklassen sehr gut besucht.

 

Nachdem Thomas Reichling aus privaten Gründen das Amt des Geschäftsführers nicht mehr wahrnehmen konnte, wurde in der Generalversammlung am 10.1.1988 Oliver Kind zu seinem Nachfolger gewählt. Das Amt des 1. Gewässerwartes übernahm Arnold Schmidt von seinem Vorgänger und langjährigen Vorstandsmitglied Erich Werling.

 

Im gleichen Jahr hat die Stadt Wörth den Pachtvertrag für die Kehle mit dem ASV Maximiliansau bis zum Jahre 2000 verlängert.

 

In der Jahreshauptversammlung am 7.1.1990 wurde Achim Kleist sen. Zum Nachfolger von Bruno Quast (der sich aus persönlichen Gründen nicht zur Wiederwahl gestellt hat) zum Schriftführer gewählt.

 

Im Frühjahr 1990 kam es zu einer Flutwelle des Rheins: Innerhalb von 8 Stunden stieg der Rheinpegel um über 4 Meter. Dabei „schoss“ das Wasser mit mehreren Metern Gefälle in den Willersinn und es entstanden Schäden an der oberen Altrheinbrücke und am Weg zur Jägerhütte. Diese Schäden sind bis heute noch nicht behoben und sowohl die Angler als auch die Bürger von Maximiliansau müssen damit heute noch leben. Dies führt bis heute dazu, dass der Verein durch die jährlichen Hochwasser des Rheins mit einem massiven Abwandern von Fischen aus dem Willersinn in die Rheinnebengewässer leben muss.

 

In der Generalversammlung am 26.1.1992 kam es zu Veränderungen in der engeren Vorstandschaft: Bernhard Mertz, der bereits zwei Jahre zuvor sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung stellen wollte, wurde durch den bisherigen 2. Vorsitzenden, Siegfried Kehler abgelöst. Bernhard Mertz arbeitete jedoch als Beisitzer weiter in der Vorstandschaft mit. Das Amt des 2. Vorsitzenden übernahm Armin Kairies, das Amt des 1. Gewässerwarts übernahm Stefan Schmahl von Arnold Schmidt. Bei dieser  Wahl kam es somit auch zu einem Generationenwechsel in der engeren Vorstandschaft: Mit Armin Kairies, Oliver Kind als Geschäftsführer und Stefan Schmahl waren damit drei Mitglieder in der engeren Vorstandschaft, die unter dreißig Jahre waren. Erstaunlich ist hierbei, dass sich in der Zusammensetzung der Vorstandschaft unseres Vereins erst im Jahr 1996 wieder eine Änderung ergab.

Aufgrund gesetzlicher Vorgaben wurde in 1996 die von Edgar Hasselwander (der im Jahr 1999 verstarb) im Jahre 1983 gegründete Wettkampfgruppe aufgelöst.

 

Im Jahr 1993 wurde durch die Fa. Willersinn der Baggerbetrieb im Willersinn wieder aufgenommen. Für unseren Verein hatte dies aus fischereilicher Sicht sowohl Vor- als auch Nachteile. Ende des Jahres 2000 wurden die Baggerarbeiten von der Fa. Willersinn wieder eingestellt.

 

Die Gaststätte zum Goldenen Lamm wurde vom ASV Maximiliansau seit Jahren als Vereinslokal zur Durchführung von Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen genutzt. Nach Schließung des Goldenen Lamm im Jahre 1993 wurden die Versammlungen in der Pforzer Stubb und später im Bürgerhaus abgehalten und durchgeführt.

 

Mitte der 90er Jahre kam es in der Kehle in den Sommermonaten zu starkem Krautbewuchs, der eine Fischerei in diesen Monaten unmöglich machte. Parallel dazu wurde durch permanente Messungen der Wasserqualität durch den ASV Maximiliansau eine zunehmende Belastung mit Stickstoff festgestellt. Durch das jährliche Entkrauten der Kehle entstanden dem Verein in diesen Jahren Ausgaben in enormer Höhe.

 

Im Jahr 1995 wurde dem ASV Maximiliansau vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit bescheinigt. Dadurch wurde das große Engagement des Vereins hinsichtlich Umweltschutz, Gewässerschutz und Jugendarbeit von offizieller Seite her gewürdigt.

 

Aus beruflichen Gründen standen im Jahr 1996 der bisherige 2. Vorsitzende Armin Kairies und der 1. Gewässerwart leider nicht mehr zur Neuwahl bereit. In diesen Ämtern folgten ihnen Bruno Quast als 2. Vorsitzender und Karl-Heinz Frank als 1. Gewässerwart.

 

Seit Mitte der 90er Jahre führen der Sportfischerverein Wörth und der ASV Maximiliansau abwechselnd in Wörth und in Maximiliansau ihr mittlerweile zur Tradition gewordenes jährliches Freundschaftsfischen durch.

 

Seit dem 1.1.1997 ist das Gebiet „Goldgrund“ zusammen mit unserem Vereinsgewässer Willersinn als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

 

Aufgrund weiter steigender gesetzlicher Vorgaben für Angelsportvereine sowie steigender Anforderungen an die Vereine bezüglich Umwelt-und Naturschutz hat sich der Verein seit Mitte der 90er Jahre dazu entschieden, mehr in die Ausbildung junger Mitglieder in Sachen Natur-und Umweltschutz zu investieren. Deshalb besuchen unsere jungen Gewässerwarte jährlich Seminare zu diesem Thema und bekommen dadurch Anregungen zur Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen an unseren Gewässern Kehle und Willersinn.

 

In der Generalversammlung des Jahres 1998 kam es zu mehreren Änderungen in den Ämtern der engeren Vorstandschaft: Berufsbedingt konnten der 1. Vorsitzende Siegfried Kehler und der 2. Vorsitzende Bruno Quast ihre Ämter nicht mehr weiterführen. Zum 1. Vorsitzenden wurden deshalb der bisherige Schriftführer Achim Kleist sen. und zum 2. Vorsitzenden Karl-Heinz Schaaf, der in  den 80er Jahren bereits als Schriftführer fungierte, gewählt. Das Amt des Schriftführers übernahm unser langjähriger frühere 1. Vorsitzende Bernhard Mertz. Achim Kleist jun. wurde zum Geschäftsführer gewählt. Diese Vorstandschaft blieb bis zum Jahr 2004 fast in gleicher Besetzung . Lediglich im Jahr 2002 übernahm Martin Kleist das Amt des 1. Gewässerwarts von Karl-Heinz Frank und Egon Wetzel das Amt des Jugendwarts von Holger Schmidt.

Zum 1.1.2001 wurde zwischen der Stadt Wörth und dem ASV Maximiliansau der Pachtvertrag für die Kehle bis zum 31.12.2012 verlängert.

 

Seit 2003 ist der ASV Maximiliansau auch im Internet mit einer eigenen Homepage vertreten, die durch immer wieder wechselnde Verantwortliche stets auf dem Laufenden gehalten wird. Dadurch macht unser Verein nicht nur in der näheren Umgebung auf die Vielzahl seiner Aktivitäten aufmerksam.

 

Seit mehreren Jahren investiert der Verein nun bereits in die Förderung der Jugendarbeit. Neben gemeinsamen Fischen mit befreundeten Vereinen an deren oder an unseren Gewässern, aber auch durch Jugendfreizeiten mit Zeltlager hat der ASV Maximiliansau die Anzahl an jugendlichen Mitgliedern permanent steigern können.

 

In der Generalversammlung 2004 übernahm Karl-Heinz Schaaf neben seinem Amt als 2. Vorsitzender zusätzlich das Amt des Schriftführers. Jörg Zyball wurde zum 1. Gewässerwart als Nachfolger von Martin Kleist gewählt.  Ein Jahr später übernahm dann Achim Kleist sen. zusätzlich zu seiner Funktion als 1. Vorsitzender das Amt des Geschäftsführers von seinem Sohn Achim Kleist jun.  Im Jahr 2006 wurde Karl-Heinz Schaaf in seiner Funktion als Schriftführer von Robin Förster abgelöst.

 

Im Jahr 2008 hat der bisherige Jugendwart Egon Wetzel das Amt des 1. Vorsitzenden übernommen. Dieses Amt füllt er bis heute aus. Mit Nicole Waschütza als Geschäfts-führerin ist seitdem auch erstmals eine Frau im Vorstand unseres Vereins. Zusätzlich zu seinem Amt als 2. Vorsitzender übernahm Karl-Heinz Schaaf zum zweiten Mal bereits das Amt des Schriftführers.

 

Im gleichen Jahr wurde durch den ASV Maximiliansau in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine umfangreiche Sanierung des Kehleufers initiiert. In unzähligen Arbeitsstunden wurden dabei Hecken geschnitten, Bäume gestutzt, Uferwege freigelegt und das gesamte Kehleufer befestigt. Diese Maßnahmen zur Verschönerung der Kehle, aber auch die dafür notwendige Neuanschaffung von Arbeitsgeräten, sowie auch die Erweiterung des in 2012 fertiggestellten Geräteschuppens an der Kehle, haben zu erheblichen finanziellen Belastungen des Vereins geführt. Im Jahr 2012 konnte dann die Erweiterung des Gerätehauses feierlich eingeweiht werden. Der Bau des neuen Gerätehauses war durch den unermüdlichen Einsatz vieler Mitglieder, vor allem aber Horst Mellein und Klaus Färber möglich.

 

Weitere gesetzliche Anforderungen in Bezug auf Umwelt- und Naturschutz machten es im Jahr 2010 erforderlich, das Team der Gewässerwarte zu vergrößern. Diese Maßnahme brachte für unseren Verein außerdem den Vorteil, dass wir junge, engagierte und umweltbewusste Mitglieder in die Vereinsarbeit integrieren konnten. Mit der Wahl als zusätzliche Gewässerwarte haben wir Volker Seuss, Matthias Herold, Sebastian Kraus, Dominik Adel und Achim Wetzel für diese neue und interessante Aufgabe gewinnen können. Das Amt des 1. Gewässerwarts wurde von Mario Kehler als Nachfolger von Jörg Zyball übernommen. Als neuer Jugendwart fungierte nun Daniel Förderer.

In der Generalversammlung

am 23.1.2011 wurde Siegfried Kehler

zum neuen 2. Vorsitzenden gewählt.

 

Karl-Heinz Schaaf schied aus diesem

Amt aus persönlichen Gründen aus.

Beim Königsfischen am 5.August 2012 wurde erstmals in der 75 jährigen

Vereinsgeschichte mit Kirstin Lenfant

eine Frau „ Fischerkönigin“.

Vorstandschaft im Jahr 2012:

1. Vorsitzender:  Egon Wetzel

2. Vorsitzender:  Siegfried Kehler

Geschäftsführerin:   Nicole Waschütza

Schriftführer:    Michael Wiersch

Jugendwarte:    Christian Vogt, Ivan Eckhardt, Nicholas Vogt

1. Gewässerwart:   Mario Kehler

weitere Gewässerwarte:   Dominik Adel, Christian Jung, Johannes Schlude, Sebastian Kraus, Achim Wetzel

Beisitzer:    Bruno Quast, Horst Mellein, Andreas Reichling, Klaus Färber

Ausblick:

Sich weiter verschärfende gesetzliche Umweltbestimmungen, aber auch die Aufrechter-haltung der Gewässerqualität in unseren Vereinsgewässern Kehle und Willersinn werden unseren Verein in den kommenden Jahren vor neue Herausforderungen stellen. Zusätzlich werden uns zunehmende Probleme in der Hege und Pflege unserer Fischbestände in den Gewässern durch Überflutungen und Zunahme an Kormoran- und Welsbeständen in und um unseren Gewässern beschäftigen. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir diese Aufgaben mit der Zusammensetzung in unserer Vorstandschaft, vor allem aber in Zusammenarbeit mit unseren vielen engagierten und gut aus-gebildeten Jung-Vorstandsmitgliedern bewältigen werden.